Vitamine für die Seele


Liebe Leserin
Lieber Leser

In diesen herausfordernden Zeiten brauchen wir auch seelische Nahrung die uns gut tut. Mit den "Vitaminen für die Seele" wollen wir Ihnen in regelmässigen Abständen solche Nahrung bereitstellen.

Sie dürfen sich jederzeit für Seelsorge, für andere Anliegen, oder konkrete Hilfeleistungen an mich wenden.

 

Pfrn. Annette Spitzenberg

 

 Diese Begebenheit kam mir in den Sinn, als ich mir überlegte, ob ich wohl selbst die Kraft hätte, in dieser Situation zu bestehen. Ich erzähle sie aus dem Gedächtnis.

Corrie ten Boom hat zusammen mit ihrem Vater in Holland Juden versteckt. Sie machte sich Sorgen, ob sie wohl bestehen könne, sollten sie entdeckt werden. Sie erzählte ihrem Vater von ihrem Zweifel. Dieser nahm sie mit an den Bahnhof. Dort kauften die beiden ein Zugbillett für eine Fahrt, die in drei Wochen stattfinden sollte. Dann fragte ihr Grossvater Corrie ten Boom: «Wann brauchst du dieses Billett, heute schon oder in drei Wochen?» «Nun, in drei Wochen, wenn ich die Fahrt antrete.» «Genauso ist es mit der Kraft Gottes. Du bekommst sie nicht vorher auf Vorrat, sondern genau dann, wenn du sie nötig hast.»

Und so war es auch. Obwohl sie später verraten wurden und Corrie ten Boom in ein Konzentrationslager kam, blieb sie standhaft und ein leuchtendes Vorbild für christliche Liebe und Widerstandskraft. Im Unterschied zu ihrer Schwester Betsie überlebte sie das Lager und setzte sich nach dem Krieg für eine Versöhnung ein.

 Du Gott mit uns,

Ich bitte dich für alle Menschen weltweit,

die unter den wirtschaftlichen Folgen von Corona leiden. Die bei uns und anderswo durch die Maschen fallen und nicht mehr wissen, wie sie ihren Verpflichtungen nachkommen können. Die nicht wissen, ob ihr Geschäft oder Unternehmen diese Krise überlebt. Die nicht wissen, wie sie mit viel weniger Geld über die Runden kommen.

 

Ich denke aber auch an Menschen in Ländern, die von der Hand in den Mund leben. Tagelöhner in Indien, die von einem Tag auf den andern wegen der Ausgangssperre keine Arbeit mehr haben, keine Vorräte anlegen können.

Die Ärmsten trifft es besonders hart.

 

Und du Gott der Gerechtigkeit,

es gibt Menschen, die selbst jetzt profitieren.

Während die einen verhungern, und viele solidarisch sind und teilen, wollen die andern nicht auf Boni und Dividenden verzichten.

Das schreit zum Himmel.

Wir schreien mit.

Amen

Diesmal unter der Rubrik lustige Versprecher (gesammelt von Hartmut Walsdorff, heute aus dem kirchlichen Bereich)

 

Die Anweisung ist deutlich: gebt unserem Gott die Ehe.

(Ehre)

 

Gott breitet über uns allen seinen weiten Schmutzmantel aus.

(Schutzmantel)

 

Ist das nicht eine wunderbare Art der Nächstenlüge?

(Nächstenliebe)

 

Die Schrift tröstet auch hier: Wo zwei oder drei vergammelt sind . . .

(versammelt)

 

Siehe, ich stehe vor der Tür und klingle.

(klopfe an)

 

Ich danke der Gemeinde herzlich für die reiche Gage vom letzten Sonntag.

(Gabe)

 

Fürwahr, du bist ein verbogener Gott.

(verborgener)

 Fortsetzung

 

Die wir uns

fortsetzen

durch Liebe

 

Wir geben uns hin

dem Tod

und nehme uns

das Leben

 

vom Baum

der

Erkenntnis

 

Rose Ausländer

Erlebnisbad für das Gehirn

Unser Gehirn ist etwas Fantastisches. Es reagiert auf unsere eigene Vorstellungskraft. In einer Zeit, in der uns einiges genommen wird, was wir normalerweise zur Verfügung haben: Beziehungen zu Kindern, Enkeln, Reisen, Bergwanderungen, Feste, vielleicht auch die Arbeit, etc tut es uns gut, wenn wir uns ganz bewusst mit schönen Erinnerungen verbinden können. Und wenn wir mit allen Sinnen in eine schöne Erinnerung eintauchen, dann ist das für unser Gehirn so, als wären wir jetzt gerade inmitten dieses schönen Erlebnisses.

Daher lade ich Sie ein, sich einen Moment Zeit zu nehmen und sich zu erinnern an einen Ihrer glücklichsten Momente. Schliessen Sie dazu am Besten Ihre Augen. Fühlen Sie, was Sie damals gefühlt haben. Schauen Sie sich um, wie es ausgesehen hat. Hören Sie, was Sie damals gehört haben, Riechen Sie, wie es gerochen hat, und falls Sie etwas gegessen haben, schmecken Sie den Geschmack auf der Zunge. Verweilen Sie darin, solange es Ihnen guttut. Fühlen Sie Ihren Körper jetzt und wo Sie das damalige Erlebnis spüren. Diese Körperstelle ist eine Erinnerung, ein Anker, wo Sie das schöne Erlebnis wieder hervorholen können.