Vitamine für die Seele


Liebe Leserin
Lieber Leser

Jeder Mensch braucht ab und zu seelische Nahrung die gut tut. Mit den "Vitaminen für die Seele" wollen wir Ihnen, in losen Abständen, solche Nahrung bereitstellen. Wir wünschen Ihnen, Momente an denen Sie aus dem Altagstrott ausbrechen können und dabei diese Vitaminen tanken können.

Falls Sie das Bedürfnis für Seelsorge, für andere Anliegen, oder konkrete Hilfeleistungen haben, können Sie sich jederzeit an mich wenden.

Pfrn. Annette Spitzenberg

 

 

I have a dream – dies sagte einst Martin Luther King, als er davon träumte, dass die diskriminierenden Rassengesetze aufgehoben würden. Wir wissen es angesichts der jüngsten Vorfälle in den USA: der Rassismus ist noch längst nicht überwunden. Und dennoch gibt es unterdessen sehr viele Menschen, die diesen Traum teilen, egal welcher Hautfarbe.
Corona lädt uns auch ein zum Träumen. Ich lade Sie ein, zu träumen, eine Welt mit und nach Corona zu träumen. Wie sollte diese Welt aussehen? Was wünschen Sie sich für diese Welt? Was wünschen Sie sich für eine Welt für Ihre Kinder, Ihre Enkel, Urenkel?
Wie soll die Gesellschaft aussehen? Wie soll es in Reute, in Appenzell, in der Schweiz, in Europa, auf der Welt zugehen? Welche Werte sollen gelten? Was soll an Bedeutung verlieren? Wie sollen wir miteinander umgehen? Wie mit der Natur?
Kennen Sie Menschen, die Ihre Träume teilen? Können Sie sich mit Ihnen verbinden? Können Sie selbst etwas dazu beitragen zu Ihrer Zukunftsvision?
 
„Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn wir gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“, sagte einst Helder Camara.

Coronawitze
Was machen die Hersteller von Corona-Desinfektionsmitteln jetzt?
Sie reiben sich die Hände.

 

Das sind meine Reiseziele 2020:
- Haustralien
- Sofambik
- Kloronto
- Bangladusche
- Balkongo
- vielleicht gibt es noch einen Abenteuertrip nach Parkistan.

 

Im Fernsehen hiess es gerade, dass der gesunde Menschenverstand die beste Waffe gegen das Virus sei.
Ich glaube wir sind alle verloren!

 

Zwei Freunde unterhalten sich. Fragt der eine: "Wie schützt du dich gegen das Coronavirus?"
Antwortet der andere: "Mit Pfefferspray! Wenn Du dir damit die Hände einreibst, fasst du dir garantiert nicht ins Gesicht!"

 

Archäologie

 

Alles hat seinen Ursprung in Gott, alles existiert durch Gott und auf Gott hin. Ehre sei Gott durch Zeiten und Welten, Amen. Röm 11, 36
 
Gott, alles in allem. Ein wunderbarer Vers, wenn ich mir klar mache, dass ich, dass wir alle, dass die ganze Erde, das Universum, aus Gott heraus geboren wurde, durch Gott leben, auf Gott zuleben und auf Gott gerichtet sind. Ja, alles, was existiert, ist belebt und durchtränkt von Gottes Geistkraft.
Doch wenn ich tiefer nachsinne, hat dieser Vers auch eine abgründige Qualität. Wie steht es mit dem Bösen? Und was ist mit einem Virus wie Corona?
Für mich ist es so, dass auch diese Dinge nicht ausserhalb von Gott existieren. Das ist aber nicht gleichzusetzen mit einem Willen oder gar einem sadistischen Willkürgott, der solches als Strafe verhängt. «dem herrn, unserem gott, hat es ganz und gar nicht gefallen, dass gustav e. lips durch einen verkehrsunfall starb», dichtete denn auch Kurt Marti völlig zu Recht. Und gleichzeitig ist es für mich eine Quelle tiefer Freude und grossen Vertrauens zu wissen, dass es nichts gibt in unserer Wirklichkeit, das sich ausserhalb von Gott befindet, gar nichts. Gott ist alles in allem.

 

Ich will es gerne zugeben: Geduld gehört nicht in jeder Situation zu meinen grössten Stärken! Meine Kinder können davon ein Lied singen. Sicherlich gibt es Situationen, in denen ich unendlich geduldig sein kann (in der Seelsorge z.B.) Doch das Leben lehrt und auch ich übe immer wieder neu die Geduld da, wo ich meine Ungeduld spüre.
Geduld ist eine Fähigkeit, die wir jetzt ganz besonders brauchen. Bundesrat Alain Berset hat es bereits zu Anfang der Krise deutlich gemacht, indem er gesagt hat: «Das ist ein Marathon» - also kein Kurzstreckensprint. Nun, im Sportlichen braucht es dafür natürlich Ausdauer. Und im übertragenen Sinn eben auch: Geduld. Denn wir sind diesbezüglich jetzt sehr herausgefordert. Wir werden mit dem Virus leben lernen müssen auf lange Sicht. Auch wenn die Lockerungen zunehmen, bleiben doch die Distanz- und Hygienemassnahmen in Kraft.
Geduld heisst also vor allen Dingen die Fähigkeit, warten zu können. Diese Fähigkeit kann uns allen nur gut tun in einer Zeit, die sich dermassen beschleunigt hat und alles immer nur noch schnell gehen muss. Üben wir uns also im geduldigen Warten.

 

Du Gott Himmels und der Erde,
 
Wir bitten dich heute für alle Menschen, die ihr Bestes geben, damit das Reich Gottes auf Erden erfahrbar wird.
Mögen sie täglich neu Kraft finden,
mögen sie täglich neu ihre Verbindung zu Gott, zur Quelle, zum Ursprung spüren,
mögen sie sich leiten lassen von der Liebe,
mögen sie die Stimme Gottes in ihrem Herzen spüren,
mögen sie inspiriert sein von der Heiligen Geistkraft in ihrem Tun,
mögen sie bereit sein, persönlich zu wachsen und zu reifen,
mögen sie genügend Freunde haben, die sie unterstützen,
mögen sie auch Jesus als Freund an ihrer Seite erleben,
mögen sie ihre Gaben nutzen und andern zur Verfügung stellen,
mögen sie die Fähigkeit haben, andere zu ermutigen,
mögen sie die Hoffnung nie aufgeben,
mögen sie immer weiter wachsen in der Liebe.
 
Amen